DSGVO Schulung: Effektive Strategien für Datenschutzkonformität im Unternehmen

Erfahren Sie alles über DSGVO Schulungen: Wichtige Inhalte, Vorteile und wie Sie Ihr Unternehmen datenschutzkonform machen. Jetzt informieren und Compliance sichern!

Inhaltsübersicht

Erfahren Sie alles über DSGVO Schulungen: Wichtige Inhalte, Vorteile und wie Sie Ihr Unternehmen datenschutzkonform machen. Jetzt informieren und Compliance sichern!

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Kapitel 1: Einleitung in die DSGVO

Was ist die DSGVO?

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist eine Verordnung der Europäischen Union, die am 25. Mai 2018 in Kraft trat. Sie zielt darauf ab, den Schutz personenbezogener Daten innerhalb der EU zu stärken und den freien Datenverkehr zu gewährleisten.

Ziele der DSGVO

Die Hauptziele der DSGVO sind der Schutz der Privatsphäre von EU-Bürgern und die Harmonisierung der Datenschutzgesetze innerhalb der EU. Sie legt strenge Regeln für die Erhebung, Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten fest.

Wichtige Begriffe

– **Personenbezogene Daten**: Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen.
– **Verantwortlicher**: Die Person oder Organisation, die über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten entscheidet.
– **Auftragsverarbeiter**: Eine Person oder Organisation, die personenbezogene Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet.

Kapitel 2: Bedeutung der DSGVO für Unternehmen

Rechtliche Verpflichtungen

Unternehmen, die personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeiten, müssen die DSGVO einhalten, unabhängig davon, ob sie in der EU ansässig sind oder nicht. Dies bedeutet, dass sie strenge Datenschutzrichtlinien implementieren und die Rechte der betroffenen Personen respektieren müssen.

Wettbewerbsvorteil durch Datenschutz

Unternehmen, die die DSGVO einhalten, können sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, indem sie das Vertrauen ihrer Kunden stärken. Ein transparenter Umgang mit Daten kann die Kundenbindung erhöhen und das Markenimage verbessern.

Konsequenzen bei Nichteinhaltung

Die Nichteinhaltung der DSGVO kann zu erheblichen Geldbußen führen, die bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmens betragen können, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Darüber hinaus kann es zu Reputationsschäden und einem Verlust des Kundenvertrauens kommen.

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Grundprinzipien der DSGVO

Rechtmäßigkeit, Verarbeitung nach Treu und Glauben und Transparenz

Die DSGVO legt großen Wert auf die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie eine gültige Rechtsgrundlage für die Verarbeitung personenbezogener Daten haben. Dies kann die Einwilligung der betroffenen Person, die Erfüllung eines Vertrags oder die Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung sein. Transparenz bedeutet, dass Unternehmen klar und verständlich kommunizieren müssen, wie und warum sie Daten verarbeiten.

Zweckbindung

Personenbezogene Daten dürfen nur für festgelegte, eindeutige und legitime Zwecke erhoben werden. Unternehmen müssen sicherstellen, dass die Daten nicht in einer Weise weiterverarbeitet werden, die mit diesen Zwecken unvereinbar ist. Dies erfordert eine klare Definition der Verarbeitungszwecke und eine regelmäßige Überprüfung, ob die Datenverarbeitung noch mit diesen Zwecken übereinstimmt.

Datenminimierung

Unternehmen sollten nur die Daten erheben, die für die jeweiligen Verarbeitungszwecke notwendig sind. Dies bedeutet, dass unnötige Datenverarbeitung vermieden werden sollte. Eine regelmäßige Überprüfung der erhobenen Daten und deren Relevanz für die Verarbeitungszwecke ist entscheidend, um die Prinzipien der Datenminimierung einzuhalten.

Richtigkeit

Die DSGVO verlangt, dass personenbezogene Daten korrekt und auf dem neuesten Stand sind. Unternehmen müssen Maßnahmen ergreifen, um die Richtigkeit der Daten zu gewährleisten und unrichtige Daten unverzüglich zu berichtigen oder zu löschen. Dies kann durch regelmäßige Überprüfungen und Aktualisierungen der Daten erreicht werden.

Speicherbegrenzung

Personenbezogene Daten dürfen nur so lange gespeichert werden, wie es für die Verarbeitungszwecke erforderlich ist. Unternehmen müssen klare Richtlinien für die Datenaufbewahrung und -löschung entwickeln und implementieren. Eine regelmäßige Überprüfung der gespeicherten Daten und deren Notwendigkeit ist notwendig, um die Speicherbegrenzung einzuhalten.

Integrität und Vertraulichkeit

Unternehmen müssen geeignete technische und organisatorische Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit der personenbezogenen Daten zu gewährleisten. Dies umfasst den Schutz vor unbefugtem Zugriff, Verlust oder Zerstörung der Daten. Sicherheitsmaßnahmen sollten regelmäßig überprüft und aktualisiert werden, um den Schutz der Daten zu gewährleisten.

Rechte der betroffenen Personen

Recht auf Auskunft

Betroffene Personen haben das Recht, von Unternehmen Auskunft über die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten zu erhalten. Dies umfasst Informationen über die Verarbeitungszwecke, die Kategorien der verarbeiteten Daten und die Empfänger, an die die Daten weitergegeben werden. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie in der Lage sind, solche Anfragen zeitnah und umfassend zu beantworten.

Recht auf Berichtigung

Betroffene Personen können die Berichtigung unrichtiger oder unvollständiger personenbezogener Daten verlangen. Unternehmen müssen Prozesse implementieren, um solche Anfragen effizient zu bearbeiten und sicherzustellen, dass die Daten korrekt und aktuell sind.

Recht auf Löschung

Auch bekannt als das “Recht auf Vergessenwerden”, ermöglicht es betroffenen Personen, die Löschung ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie in der Lage sind, solche Anfragen zu bearbeiten und die Daten zu löschen, sofern keine rechtlichen Gründe für deren Aufbewahrung bestehen.

Recht auf Einschränkung der Verarbeitung

Betroffene Personen können unter bestimmten Umständen die Einschränkung der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten verlangen. Unternehmen müssen in der Lage sein, solche Anfragen zu berücksichtigen und die Verarbeitung entsprechend zu beschränken.

Recht auf Datenübertragbarkeit

Dieses Recht ermöglicht es betroffenen Personen, ihre personenbezogenen Daten in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten und diese an einen anderen Verantwortlichen zu übermitteln. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie in der Lage sind, solche Anfragen zu erfüllen und die Daten in einem geeigneten Format bereitzustellen.

Widerspruchsrecht

Betroffene Personen haben das Recht, aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten Widerspruch einzulegen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie in der Lage sind, solche Widersprüche zu berücksichtigen und die Verarbeitung gegebenenfalls einzustellen.

Automatisierte Entscheidungen im Einzelfall einschließlich Profiling

Betroffene Personen haben das Recht, nicht einer ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung beruhenden Entscheidung unterworfen zu werden, die rechtliche Wirkungen entfaltet oder sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie geeignete Maßnahmen ergreifen, um die Rechte der betroffenen Personen in solchen Fällen zu schützen.

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Pflichten der Verantwortlichen und Auftragsverarbeiter

Verantwortlichkeiten und Rollen

Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten, müssen klare Verantwortlichkeiten definieren. Der Verantwortliche ist für die Einhaltung der DSGVO verantwortlich, während der Auftragsverarbeiter Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet. Beide Parteien müssen sicherstellen, dass die Datenverarbeitung im Einklang mit den gesetzlichen Anforderungen steht.

Vertragliche Vereinbarungen

Zwischen Verantwortlichen und Auftragsverarbeitern müssen schriftliche Verträge bestehen, die die Verarbeitung personenbezogener Daten regeln. Diese Verträge sollten spezifische Anweisungen zur Datenverarbeitung, Sicherheitsmaßnahmen und zur Unterstützung bei der Erfüllung der Rechte der betroffenen Personen enthalten.

Datenschutz durch Technikgestaltung

Verantwortliche müssen Datenschutz durch Technikgestaltung (Privacy by Design) und datenschutzfreundliche Voreinstellungen (Privacy by Default) implementieren. Dies bedeutet, dass Datenschutzmaßnahmen bereits in der Planungsphase von Prozessen und Systemen berücksichtigt werden müssen.

Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten

Verantwortliche und Auftragsverarbeiter sind verpflichtet, ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten zu führen. Dieses Verzeichnis muss Informationen über die Art der verarbeiteten Daten, den Zweck der Verarbeitung, die Kategorien betroffener Personen und die Sicherheitsmaßnahmen enthalten.

Benennung eines Datenschutzbeauftragten

Unternehmen müssen einen Datenschutzbeauftragten benennen, wenn sie regelmäßig und systematisch personenbezogene Daten in großem Umfang verarbeiten. Der Datenschutzbeauftragte überwacht die Einhaltung der DSGVO und fungiert als Ansprechpartner für Datenschutzfragen.

Datenschutz-Folgenabschätzung und Risikomanagement

Notwendigkeit einer Datenschutz-Folgenabschätzung

Eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) ist erforderlich, wenn eine Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen mit sich bringt. Dies betrifft insbesondere neue Technologien oder umfangreiche Überwachungsmaßnahmen.

Durchführung der Datenschutz-Folgenabschätzung

Die DSFA umfasst eine systematische Beschreibung der geplanten Verarbeitungsvorgänge, eine Bewertung der Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit der Verarbeitung sowie eine Bewertung der Risiken für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen. Maßnahmen zur Risikominderung müssen ebenfalls dokumentiert werden.

Risikomanagement und kontinuierliche Überwachung

Unternehmen sollten ein umfassendes Risikomanagementsystem implementieren, um Datenschutzrisiken zu identifizieren und zu bewältigen. Dies umfasst regelmäßige Überprüfungen und Aktualisierungen der Sicherheitsmaßnahmen sowie die Schulung der Mitarbeiter im Umgang mit Datenschutzrisiken.

Einbindung der Aufsichtsbehörden

Bei hohem Risiko und unzureichenden Maßnahmen zur Risikominderung müssen Unternehmen die Aufsichtsbehörden konsultieren. Diese können Empfehlungen zur Verbesserung der Datenschutzmaßnahmen geben oder die Verarbeitung untersagen.

Dokumentation und Nachweis der Einhaltung

Unternehmen müssen die Durchführung der DSFA und die ergriffenen Maßnahmen dokumentieren. Diese Dokumentation dient als Nachweis der Einhaltung der DSGVO und kann bei Anfragen der Aufsichtsbehörden vorgelegt werden.

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Kapitel 7: Technische und organisatorische Maßnahmen

Einführung in technische und organisatorische Maßnahmen

Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie geeignete technische und organisatorische Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit personenbezogener Daten zu gewährleisten. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Anforderungen der DSGVO zu erfüllen und das Risiko von Datenschutzverletzungen zu minimieren.

Technische Maßnahmen

  • Verschlüsselung: Daten sollten sowohl bei der Übertragung als auch bei der Speicherung verschlüsselt werden, um unbefugten Zugriff zu verhindern.
  • Zugriffskontrollen: Implementieren Sie strenge Zugriffskontrollen, um sicherzustellen, dass nur autorisierte Personen auf personenbezogene Daten zugreifen können.
  • Netzwerksicherheit: Nutzen Sie Firewalls, Intrusion Detection Systeme und regelmäßige Sicherheitsupdates, um Netzwerke vor Angriffen zu schützen.
  • Datensicherung: Regelmäßige Backups sind notwendig, um Datenverluste zu vermeiden und die Wiederherstellung im Falle eines Vorfalls zu ermöglichen.

Organisatorische Maßnahmen

  • Datenschutzrichtlinien: Entwickeln und implementieren Sie umfassende Datenschutzrichtlinien, die den Umgang mit personenbezogenen Daten regeln.
  • Vertragsmanagement: Stellen Sie sicher, dass alle Verträge mit Dritten, die Zugriff auf personenbezogene Daten haben, den Anforderungen der DSGVO entsprechen.
  • Dokumentation: Führen Sie eine detaillierte Dokumentation aller Datenverarbeitungsaktivitäten, um Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.
  • Risikobewertung: Regelmäßige Risikobewertungen helfen, potenzielle Schwachstellen zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Integration von Maßnahmen in den Unternehmensalltag

Die Integration technischer und organisatorischer Maßnahmen in den täglichen Betrieb eines Unternehmens ist entscheidend für den Erfolg der Datenschutzstrategie. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen IT, Management und Datenschutzbeauftragten.

Kapitel 8: Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter

Warum Schulung und Sensibilisierung wichtig sind

Die Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter ist ein wesentlicher Bestandteil der DSGVO-Compliance. Mitarbeiter sind oft die erste Verteidigungslinie gegen Datenschutzverletzungen, und ihre Handlungen können erhebliche Auswirkungen auf die Datensicherheit haben.

Entwicklung eines Schulungsprogramms

  • Bedarfsanalyse: Bestimmen Sie die spezifischen Schulungsbedürfnisse Ihrer Mitarbeiter basierend auf ihren Rollen und Verantwortlichkeiten.
  • Schulungsinhalte: Entwickeln Sie Inhalte, die die Grundprinzipien der DSGVO, spezifische Unternehmensrichtlinien und Best Practices im Datenschutz abdecken.
  • Interaktive Formate: Nutzen Sie interaktive Formate wie Workshops, E-Learning-Module und Fallstudien, um das Engagement der Mitarbeiter zu fördern.
  • Regelmäßige Auffrischungen: Planen Sie regelmäßige Schulungen und Auffrischungskurse, um sicherzustellen, dass das Wissen der Mitarbeiter aktuell bleibt.

Sensibilisierungskampagnen

Sensibilisierungskampagnen sind eine effektive Methode, um das Bewusstsein für Datenschutzthemen im gesamten Unternehmen zu erhöhen. Diese Kampagnen können durch Poster, Newsletter, Intranet-Artikel und andere Kommunikationsmittel unterstützt werden.

Messung des Schulungserfolgs

Um den Erfolg von Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen zu bewerten, sollten Unternehmen regelmäßige Bewertungen und Feedbackschleifen implementieren. Dies kann durch Tests, Umfragen und die Analyse von Vorfällen erfolgen, um die Wirksamkeit der Schulungen zu messen und kontinuierliche Verbesserungen vorzunehmen.

Kapitel 9: Umgang mit Datenschutzverletzungen

Erkennung und Meldung von Datenschutzverletzungen

Unternehmen müssen effektive Mechanismen zur Erkennung von Datenschutzverletzungen implementieren. Sobald eine Verletzung erkannt wird, ist es entscheidend, diese unverzüglich zu melden. Die DSGVO verlangt, dass Datenschutzverletzungen innerhalb von 72 Stunden an die zuständige Aufsichtsbehörde gemeldet werden, es sei denn, die Verletzung stellt kein Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen dar.

Interne Prozesse zur Bewältigung von Datenschutzverletzungen

Ein klar definierter interner Prozess ist entscheidend, um Datenschutzverletzungen effizient zu bewältigen. Dieser Prozess sollte die Identifizierung, Untersuchung und Behebung der Verletzung umfassen. Unternehmen sollten ein spezielles Team oder eine Taskforce haben, die für die Verwaltung solcher Vorfälle verantwortlich ist.

Kommunikation mit betroffenen Personen

Wenn eine Datenschutzverletzung ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen darstellt, müssen diese unverzüglich informiert werden. Die Kommunikation sollte klar und verständlich sein und Informationen darüber enthalten, welche Maßnahmen ergriffen wurden, um die Verletzung zu beheben und zukünftige Vorfälle zu verhindern.

Dokumentation und Analyse von Datenschutzverletzungen

Jede Datenschutzverletzung sollte umfassend dokumentiert werden, einschließlich der Art der Verletzung, der betroffenen Datenkategorien und der ergriffenen Abhilfemaßnahmen. Diese Dokumentation ist nicht nur für die Einhaltung der DSGVO erforderlich, sondern auch für die Analyse und Verbesserung der Datenschutzpraktiken des Unternehmens.

Präventive Maßnahmen zur Vermeidung zukünftiger Verletzungen

Nach einer Datenschutzverletzung sollten Unternehmen ihre Sicherheitsmaßnahmen und internen Prozesse überprüfen und anpassen, um zukünftige Vorfälle zu vermeiden. Dies kann die Implementierung zusätzlicher technischer Sicherheitsmaßnahmen oder die Schulung der Mitarbeiter umfassen.

Kapitel 10: Zukunft der DSGVO und kontinuierliche Anpassung

Technologische Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf die DSGVO

Die rasante Entwicklung neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz und Blockchain stellt neue Herausforderungen für den Datenschutz dar. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Datenschutzpraktiken mit diesen technologischen Fortschritten Schritt halten und die DSGVO-Anforderungen weiterhin erfüllen.

Regulatorische Änderungen und Anpassungen

Die DSGVO ist ein dynamisches Regelwerk, das sich an veränderte gesellschaftliche und technologische Bedingungen anpassen muss. Unternehmen sollten sich über regulatorische Änderungen auf dem Laufenden halten und ihre Datenschutzstrategien entsprechend anpassen.

Rolle der Datenschutzbeauftragten in der Zukunft

Datenschutzbeauftragte werden weiterhin eine zentrale Rolle bei der Einhaltung der DSGVO spielen. Ihre Aufgaben könnten sich jedoch erweitern, um neue Herausforderungen und Technologien zu adressieren. Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre Datenschutzbeauftragten über die notwendigen Ressourcen und Schulungen verfügen, um ihre Aufgaben effektiv zu erfüllen.

Kontinuierliche Schulung und Sensibilisierung

Die Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter bleibt ein wesentlicher Bestandteil der Datenschutzstrategie eines Unternehmens. Regelmäßige Schulungen helfen, das Bewusstsein für Datenschutzrisiken zu schärfen und sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter die Bedeutung der DSGVO verstehen und einhalten.

Strategien zur langfristigen Einhaltung der DSGVO

Unternehmen sollten eine langfristige Strategie zur Einhaltung der DSGVO entwickeln, die regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen ihrer Datenschutzpraktiken umfasst. Diese Strategie sollte flexibel genug sein, um auf neue Herausforderungen und Änderungen im regulatorischen Umfeld reagieren zu können.

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30 Fragen und Antworten zur DSGVO

1. Was ist die DSGVO?

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist eine Verordnung der Europäischen Union, die den Schutz personenbezogener Daten regelt.

2. Warum ist die DSGVO wichtig für Unternehmen?

Die DSGVO ist wichtig, da sie den rechtlichen Rahmen für den Umgang mit personenbezogenen Daten schafft und Unternehmen verpflichtet, den Datenschutz ernst zu nehmen.

3. Welche Grundprinzipien verfolgt die DSGVO?

  • Rechtmäßigkeit, Verarbeitung nach Treu und Glauben, Transparenz
  • Zweckbindung
  • Datenminimierung
  • Richtigkeit
  • Speicherbegrenzung
  • Integrität und Vertraulichkeit
  • Rechenschaftspflicht

4. Welche Rechte haben betroffene Personen unter der DSGVO?

  • Recht auf Auskunft
  • Recht auf Berichtigung
  • Recht auf Löschung
  • Recht auf Einschränkung der Verarbeitung
  • Recht auf Datenübertragbarkeit
  • Widerspruchsrecht
  • Recht auf Widerruf der Einwilligung

5. Welche Pflichten haben Verantwortliche und Auftragsverarbeiter?

Verantwortliche und Auftragsverarbeiter müssen sicherstellen, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten im Einklang mit der DSGVO erfolgt, einschließlich der Implementierung geeigneter technischer und organisatorischer Maßnahmen.

6. Was ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung?

Eine Datenschutz-Folgenabschätzung ist eine systematische Bewertung der Auswirkungen einer geplanten Datenverarbeitung auf den Schutz personenbezogener Daten.

7. Welche technischen und organisatorischen Maßnahmen sind erforderlich?

Unternehmen müssen Maßnahmen wie Verschlüsselung, Zugangskontrollen und regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen implementieren, um den Datenschutz zu gewährleisten.

8. Warum ist die Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter wichtig?

Mitarbeiterschulungen sind entscheidend, um das Bewusstsein für Datenschutz zu schärfen und sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter die DSGVO-Vorgaben einhalten.

9. Wie sollten Unternehmen mit Datenschutzverletzungen umgehen?

Unternehmen müssen Datenschutzverletzungen unverzüglich melden und Maßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen zu minimieren und zukünftige Vorfälle zu verhindern.

10. Wie sieht die Zukunft der DSGVO aus?

Die DSGVO wird sich weiterentwickeln, um neuen technologischen Herausforderungen gerecht zu werden, und Unternehmen müssen sich kontinuierlich anpassen, um konform zu bleiben.

FAQs zur DSGVO


Was passiert, wenn ein Unternehmen die DSGVO nicht einhält?
Unternehmen, die die DSGVO nicht einhalten, können mit hohen Geldbußen belegt werden, die bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes betragen können.


Gilt die DSGVO nur für Unternehmen in der EU?
Nein, die DSGVO gilt für alle Unternehmen, die personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeiten, unabhängig davon, ob das Unternehmen in der EU ansässig ist oder nicht.


Wie oft müssen Unternehmen ihre Datenschutzrichtlinien aktualisieren?
Unternehmen sollten ihre Datenschutzrichtlinien regelmäßig überprüfen und aktualisieren, insbesondere bei Änderungen in der Datenverarbeitung oder neuen rechtlichen Anforderungen.


Was ist der Unterschied zwischen einem Verantwortlichen und einem Auftragsverarbeiter?
Ein Verantwortlicher bestimmt die Zwecke und Mittel der Datenverarbeitung, während ein Auftragsverarbeiter Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet.


Wie können Unternehmen die Einhaltung der DSGVO sicherstellen?
Unternehmen können die Einhaltung der DSGVO durch die Implementierung von Datenschutzrichtlinien, regelmäßige Schulungen und die Durchführung von Datenschutz-Folgenabschätzungen sicherstellen.