Compliance-Schulungen: Software und Top-Anbieter im Vergleich 2026

Welche Compliance-Schulungen Pflicht sind, welche Anbieter und Software es in Deutschland gibt und wie Sie Schulungen skalierbar und nachweisbar organisieren.

Inhaltsübersicht

Für Compliance-Schulungen kommen in Deutschland drei Arten von Lösungen infrage: HR-Software, die Personaldaten und Prozesse verwaltet, Lernplattformen (LMS), die Kurse ausspielen und dokumentieren, und Anbieter, die die Inhalte selbst entwickeln. Unternehmen mit mehreren Standorten, wechselnden Rechtsanforderungen und dem Anspruch auf echte Verhaltensänderung fahren meist am besten mit einem Partner, der Inhalte, Plattform und Betrieb aus einer Hand liefert. Dieser Vergleich zeigt, welche Schulungen gesetzlich gefordert sind, welche Anbieter es gibt, worin sie sich unterscheiden und woran Sie die passende Software erkennen.

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Thinkmedia entwickelt Compliance-E-Learnings, Erklärfilme und Lernplattformen aus einer Hand, von der Konzeption bis zu Hosting und Betrieb.

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Kurz gesagt

  • Eine allgemeine Schulungspflicht für alle gibt es nicht, viele einzelne aber schon: Ob eine Pflicht besteht, hängt von Branche, Unternehmensgröße und Rolle ab, etwa bei NIS2-pflichtigen Einrichtungen, Verpflichteten nach dem Geldwäschegesetz oder Finanzunternehmen.
  • HR-Software allein reicht meist nicht: Sie verwaltet Mitarbeiterdaten. Für rechtssichere Schulungen brauchen Sie zusätzlich gute Inhalte und eine Lernplattform mit Nachweisen.
  • Die Anbieter unterscheiden sich vor allem im Modell: Standardkataloge mit Preis pro Person, LMS-Abos ab 199 € im Monat oder individuell entwickelte E-Learnings mit eigener Akademie.
  • Skalierbarkeit entsteht durch Standardisierung: zentrale Kursvorlagen, automatische Zuweisung nach Rolle und Standort, wiederkehrende Fristen und Reporting auf Knopfdruck.
  • Thinkmedia entwickelt Compliance-E-Learnings, Erklärfilme und Lernplattformen aus einer Hand, von der Konzeption bis zu Hosting und Betrieb.

Inhaltsverzeichnis

Welche Compliance-Schulungen in Deutschland Pflicht sind

Der Begriff „Compliance-Schulung“ steht in keinem Gesetz als Sammelpflicht. Stattdessen verlangen zahlreiche Einzelvorschriften, dass bestimmte Personen zu bestimmten Themen geschult oder unterrichtet werden. Für HR, Geschäftsführung und IT-Sicherheit lohnt sich deshalb ein strukturierter Blick darauf, welche Regeln für das eigene Unternehmen greifen.

IT-Sicherheit und NIS2: Schulungspflicht für die Geschäftsleitung

Mit der Umsetzung der NIS2-Richtlinie ist die Schulung zur Chefsache geworden. Nach § 38 Abs. 3 BSIG müssen die Geschäftsleitungen besonders wichtiger und wichtiger Einrichtungen regelmäßig an Schulungen teilnehmen, in denen es um das Erkennen von IT-Sicherheitsrisiken, um Risikomanagementpraktiken und um deren Auswirkungen auf die erbrachten Dienste geht. Für IT-Sicherheitsbeauftragte bedeutet das: Es reicht nicht, die Belegschaft zu sensibilisieren. Auch die oberste Führungsebene braucht ein passendes, nachweisbares Format. Ob Ihr Unternehmen zu den betroffenen Einrichtungen zählt, sollten Sie mit Ihrer Rechtsabteilung oder einer auf IT-Recht spezialisierten Kanzlei klären, denn die Einordnung hängt von Sektor und Größe ab.

Geldwäscheprävention: erstmalige und laufende Unterrichtung

Wer zu den Verpflichteten nach dem Geldwäschegesetz gehört, also etwa Banken, Versicherungen, Immobilienmakler oder Güterhändler mit Bargeldgeschäften, muss seine Mitarbeitenden schulen. § 6 Abs. 2 Nr. 6 GwG verlangt die erstmalige und laufende Unterrichtung über Typologien und aktuelle Methoden der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie über die einschlägigen Vorschriften und Pflichten, einschließlich der Datenschutzbestimmungen. „Laufend“ ist hier das entscheidende Wort: Eine einmalige Schulung bei der Einstellung erfüllt die Anforderung nicht.

Datenschutz: Sensibilisierung als Aufgabe des Datenschutzbeauftragten

Im Datenschutz zählt die Schulung zu den Aufgaben des Datenschutzbeauftragten. Für öffentliche Stellen nennt § 7 Abs. 1 Nr. 2 BDSG ausdrücklich die Sensibilisierung und Schulung der an Verarbeitungsvorgängen beteiligten Beschäftigten sowie diesbezügliche Überprüfungen. In der Praxis gehört eine regelmäßige DSGVO-Schulung auch in privaten Unternehmen zum Standard, weil sie belegt, dass Beschäftigte im Umgang mit personenbezogenen Daten angeleitet wurden.

Hinweisgeberschutz, Finanzbranche und Arbeitsschutz

Das Hinweisgeberschutzgesetz verpflichtet Beschäftigungsgeber in § 12 HinSchG zur Einrichtung interner Meldestellen. Wer eine solche Meldestelle betreibt, braucht geschulte Ansprechpartner, und die Belegschaft muss wissen, wie sie Hinweise sicher abgibt. Für Finanz- und Wertpapierunternehmen kommen weitere, rollenbezogene Pflichten hinzu: Eine Übersicht der gesetzlichen Fortbildungspflichten mit Stand Juli 2024 nennt unter anderem die regelmäßige Fortbildung von Geschäftsleitung und Aufsichtsorganen nach KWG und WpIG, MaRisk- und WpHG-Compliance-Fachkenntnisse sowie die regelmäßige Aktualisierung der Sachkunde von Vertriebsmitarbeitenden.

Hinzu kommen die klassischen Pflichtunterweisungen im Arbeitsschutz, die in nahezu jedem Unternehmen wiederkehrend anfallen. Sie werden selten unter „Compliance“ geführt, gehören aber in dieselbe Software, weil auch hier Fristen, Teilnahme und Nachweise zählen.

Was ein Compliance-Training umfasst

Ein vollständiges Compliance-Programm deckt die Themen ab, bei denen Fehlverhalten einzelner Mitarbeitender das ganze Unternehmen in Haftung bringen kann. Typisch ist ein Kernkatalog, der je nach Branche erweitert wird:

  1. Verhaltenskodex und Unternehmenswerte: Was im Unternehmen gilt, wer Ansprechpartner ist und wie Hinweise gemeldet werden.
  2. Korruptionsprävention und Interessenkonflikte: Umgang mit Geschenken, Einladungen und Amtsträgern.
  3. Datenschutz nach DSGVO: Rechtsgrundlagen, Betroffenenrechte, Datenpannen erkennen und melden.
  4. IT-Sicherheit und Security Awareness: Phishing, Passwörter, mobiles Arbeiten, Social Engineering.
  5. Kartellrecht und fairer Wettbewerb: Besonders für Vertrieb und Einkauf.
  6. Geldwäsche und Sanktionen: Für Verpflichtete nach GwG und international tätige Unternehmen.
  7. Hinweisgeberschutz: Interne Meldewege und Schutz vor Repressalien.
  8. Gleichbehandlung und AGG: Diskriminierungsfreie Zusammenarbeit, vor allem für Führungskräfte.
  9. KI-Compliance: Regeln für den Einsatz von KI-Werkzeugen im Arbeitsalltag.
  10. ESG und Nachhaltigkeit: Lieferketten, Umwelt- und Sozialstandards.

Entscheidend ist nicht die Länge der Liste, sondern die Zuordnung: Eine Vertriebsmitarbeiterin braucht Kartellrecht, ein Lagerist eher Arbeitsschutz und IT-Sicherheit, eine Geschäftsführerin zusätzlich die NIS2-Inhalte. Gute Compliance-Schulungssoftware bildet genau diese Rollenlogik ab. Einen vertieften Überblick über Themen und Formate gibt der Ratgeber zu E-Learning für Compliance.

HR-Software, Lernplattform oder Content-Anbieter: drei Lösungstypen

Wer nach „HR-Software für Compliance-Schulungen“ sucht, stößt auf sehr unterschiedliche Produkte. Die Unterscheidung spart viel Zeit bei der Auswahl.

HR-Software

HR-Suiten wie Personio oder HiBob sind auf Personalverwaltung ausgelegt: Stammdaten, Abwesenheiten, Zeiterfassung, Payroll. Für Compliance-Schulungen sind sie als Datenquelle wertvoll, denn sie wissen, wer neu eingestellt wurde, an welchem Standort jemand arbeitet und welche Rolle er hat. Die eigentlichen Lerninhalte, Tests und Zertifikate liefern sie in der Regel nicht in der Tiefe, die rechtssichere Pflichtschulungen verlangen. Ideal ist eine Schnittstelle, über die neue Mitarbeitende automatisch in die passenden Kurse übernommen werden.

Lernplattform (LMS)

Ein Lernmanagementsystem verteilt Kurse, erinnert an Fristen, wertet Ergebnisse aus und erstellt Zertifikate. Es ist das organisatorische Rückgrat jedes Schulungsprogramms. Ohne gute Inhalte bleibt ein LMS allerdings eine leere Hülle. Welche Systeme sich für welche Unternehmensgröße eignen, zeigt der Vergleich der besten Lernplattformen.

Content-Anbieter und E-Learning-Agenturen

Content-Anbieter liefern fertige Standardkurse oder entwickeln individuelle E-Learnings, die auf Ihre Richtlinien, Prozesse und Ihr Corporate Design zugeschnitten sind. Manche bringen eine eigene Plattform mit, andere liefern Kurse im SCORM-Format für Ihr bestehendes LMS. Die stärkste Variante für größere Organisationen kombiniert beides: individuelle Inhalte plus Plattform plus laufende Aktualisierung.

Anbieter für Compliance-Schulungen in Deutschland im Vergleich

Der deutsche Markt ist breit. Die folgende Übersicht stellt die Anbieter vor, denen Entscheider bei der Recherche am häufigsten begegnen, und ordnet sie nach ihrem Lösungsmodell ein.

Anbieter Lösungstyp Stärke Passt besonders für
Thinkmedia Individuelle E-Learnings, Erklärfilme, Lernplattform, Online Akademie, Betrieb Komplettlösung aus einer Hand, von Konzeption bis Hosting Mittelstand, Konzerne, Behörden mit eigenen Richtlinien und mehreren Standorten
Scheer IMC Compliance-Lernmodule und Lernportal Anpassbare Module im Corporate Design Unternehmen mit Fokus auf Standardmodulen
chemmedia AG E-Learning für Compliance Management Digitales Compliance-Management mit E-Learning Organisationen mit zentralem Compliance-Management
reteach LMS-Abo mit Compliance Suite Feste Monatspreise nach Nutzerzahl Unternehmen, die ein Plattform-Abo suchen
WEKA Online-Unterweisungen aus dem Katalog Preis pro Person, Paket für kleine Betriebe Kleine Unternehmen mit Standardbedarf
IHK-Weiterbildung Präsenz- und Online-Lehrgang Qualifikation zum Compliance Officer (IHK) Einzelne Compliance-Verantwortliche, nicht die Belegschaft

Thinkmedia: individuelle Compliance-E-Learnings und Akademie aus einer Hand

Thinkmedia entwickelt seit über 20 Jahren digitale Lernlösungen für Unternehmen, Behörden und Organisationen. Mehr als 900 Kunden und über 2.000 umgesetzte Projekte stehen hinter dem Angebot, darunter mittelständische Unternehmen, internationale Konzerne, öffentliche Einrichtungen und Hochschulen. Das Team vereint Didaktik, Storytelling, Design, Filmproduktion, Animation und Softwareentwicklung. Daraus entstehen interaktive E-Learnings, Erklärfilme, Lernplattformen und komplette Unternehmensakademien.

Für Compliance bietet die Online Akademie Kurslinien zu Datenschutz (DSGVO), IT-Sicherheit, Arbeitsschutz, Compliance, KI-Compliance sowie ESG und Nachhaltigkeit, ergänzt um Onboarding sowie Produkt- und Vertriebsschulungen. Wer eigene Richtlinien abbilden will, lässt individuelle Inhalte entwickeln, die an Unternehmensvorgaben angepasst werden. Zertifikate, Reporting und zentrale Verwaltung gehören dazu, ebenso Hosting und Betrieb. KI-Technologien unterstützen dabei, Inhalte schneller zu entwickeln und effizient zu aktualisieren, was bei sich ändernden Rechtslagen wie NIS2 oder KI-Regeln ein wichtiger Faktor ist.

Thinkmedia: individuelle Compliance-E-Learnings und Akademie aus einer Hand

Scheer IMC

Scheer IMC bietet digitale Compliance-Lernmodule und ein Compliance-Lernportal an. Die Module lassen sich an das Corporate Design anpassen und sollen gesetzliche Anforderungen automatisierbar abdecken. Der Schwerpunkt liegt auf einem Katalog von Kursen und Pflichtunterweisungen.

chemmedia AG

Die chemmedia AG positioniert E-Learning als Baustein für ein digitales Compliance Management und wirbt mit zentral gesteuerten Compliance-Maßnahmen sowie Fallstudien aus der Praxis.

reteach

reteach ist eine Lernplattform im Abo-Modell. Laut einer Toolübersicht mit Stand Juni 2026 liegen die Preise je nach Plan zwischen 199 € und 1.199 € im Monat; der Einstieg kostet 199 € im Monat für bis zu 500 Nutzer bei jährlicher Zahlung. Die Compliance Suite ist im Supreme-Plan enthalten und für kleinere Pläne auf Anfrage separat erhältlich. Ein Videokurs-Service wird zusätzlich berechnet. Für die Budgetplanung heißt das: Der Plattformpreis ist nur ein Teil der Rechnung, Inhalte und Produktion kommen oft hinzu.

WEKA

WEKA bietet Online-Unterweisungen zum Thema Compliance aus einem festen Katalog an, mit Preisen netto pro Person und einem Paket für Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitenden. Inhalte lassen sich auch in ein vorhandenes LMS einbinden. Das Modell ist auf kleinere Betriebe mit Standardbedarf zugeschnitten.

IHK-Lehrgang Compliance Officer

Der Lehrgang Compliance Officer (IHK) qualifiziert in fünf Tagen einzelne Verantwortliche zu Rechtsgrundlagen, Compliance-Organisation und Compliance-Management-Systemen. Er ersetzt keine Mitarbeiterschulung, ist aber eine sinnvolle Ergänzung für die Person, die das Programm intern steuert.

Was der Vergleich für Ihre Auswahl bedeutet

Katalogkurse mit Preis pro Person sind schnell eingeführt, bilden aber die eigenen Richtlinien, Prozesse und Beispiele kaum ab. Genau daran scheitern viele Standardschulungen: Mitarbeitende „klicken sie ab“, weil sie den Bezug zum eigenen Arbeitsplatz nicht erkennen. LMS-Abos lösen die Organisation, verlagern aber die Frage nach guten Inhalten zurück ins Unternehmen. Für Organisationen mit mehreren Standorten und Tausenden Mitarbeitenden ist deshalb ein Anbieter im Vorteil, der Inhalte, Plattform und Betrieb gemeinsam verantwortet. Weitere Hinweise zur Auswahl für mittelgroße Unternehmen bietet der Beitrag zu LMS-Anbietern für den Mittelstand.

Funktionen, auf die es bei Compliance-Schulungssoftware ankommt

Ob Sie eine neue Plattform einführen oder ein Angebot vergleichen: Diese Kriterien trennen eine verlässliche Lösung für Pflichtschulungen von einer reinen Kursbibliothek.

  1. Rollen- und standortbasierte Zuweisung: Kurse werden automatisch nach Abteilung, Funktion, Standort oder Sprache zugewiesen, idealerweise gespeist aus Ihrer HR-Software.
  2. Wiederkehrende Fristen: Die Software plant Wiederholungsschulungen selbstständig ein und erinnert Teilnehmende und Vorgesetzte rechtzeitig.
  3. Abschlusstests und Zertifikate: Ein Kurs gilt erst nach bestandenem Test als abgeschlossen; das Zertifikat wird automatisch erstellt und abgelegt.
  4. Revisionssichere Nachweise: Wer hat wann welche Version eines Kurses absolviert? Diese Frage muss bei einer Prüfung in Minuten beantwortbar sein.
  5. Reporting für verschiedene Ebenen: Führungskräfte sehen ihr Team, HR das Unternehmen, die Geschäftsführung eine verdichtete Übersicht.
  6. Versionierung der Inhalte: Ändert sich eine Richtlinie, muss der Kurs schnell aktualisiert und gezielt neu ausgerollt werden können.
  7. Interaktive, praxisnahe Formate: Szenarien, Entscheidungssituationen, Erklärfilme und Microlearning-Einheiten statt reiner Textfolien.
  8. Standards und Schnittstellen: SCORM- oder xAPI-Unterstützung sowie Single Sign-on, damit sich die Lösung in bestehende Prozesse einfügt.
  9. Datenschutz und Hosting: Klarheit darüber, wo die Lerndaten gespeichert werden und wer darauf zugreift.

Wie sich Zertifikate und Nachweise in der Praxis effizient organisieren lassen, beschreibt der Beitrag Schulungsnachweise digital verwalten. Speziell auf Plattformen für Pflichtthemen geht der Überblick zur Compliance-Schulungsplattform für Unternehmen ein.

Compliance-Schulungen skalierbar gestalten

In einer Unternehmensgruppe mit mehreren Tausend Mitarbeitenden zeigt sich schnell, wo Präsenzschulungen an ihre Grenzen stoßen: hohe Reise- und Ausfallkosten, unterschiedliche Qualität je nach Trainer und Standort, kaum vergleichbare Nachweise. Skalierbarkeit entsteht, wenn vier Bausteine zusammenspielen.

Ein zentraler Standard, lokal ergänzt

Der Kern jeder Schulung, etwa der Verhaltenskodex oder die Datenschutzgrundlagen, wird einmal zentral entwickelt und gilt für alle. Standortspezifische Inhalte wie lokale Ansprechpartner oder besondere Prozesse werden als kurze Ergänzungsmodule angehängt. So bleibt die Qualität einheitlich, ohne dass lokale Besonderheiten verloren gehen.

Automatisierung statt Listenpflege

Neue Mitarbeitende erhalten ihre Pflichtschulungen automatisch mit dem ersten Arbeitstag. Wechselt jemand die Abteilung, passt sich der Lernpfad an. Diese Automatisierung verkürzt die Einarbeitung und entlastet HR vom manuellen Nachhalten.

Mehrsprachigkeit und internationale Teams

Wer international arbeitet, braucht Kurse in den Sprachen seiner Belegschaft und Beispiele, die in allen Ländern verständlich sind. Hier helfen Formate mit wenig Text und viel Visualisierung, etwa animierte Erklärfilme, die sich leichter in weitere Sprachen übertragen lassen. Länderspezifische Rechtsinhalte gehören in eigene Module, weil etwa das deutsche Geldwäschegesetz nicht für eine Niederlassung in Spanien gilt.

Microlearning für den Arbeitsalltag

Kurze Lerneinheiten von wenigen Minuten passen in Schichtsysteme und Außendiensttage. Statt einer langen Jahresschulung verteilen sich die Inhalte über das Jahr, was die Erinnerung stärkt und Ausfallzeiten senkt. Gerade für Produktionsmitarbeitende ohne festen Bildschirmarbeitsplatz ist der Zugang per Smartphone oder Terminal entscheidend.

Lernerfolg, Nachweise und wirtschaftlichen Nutzen messen

Eine Compliance-Schulung ist erst dann erfolgreich, wenn sie Verhalten ändert. Messbar wird das über mehrere Ebenen, die eine gute Software gemeinsam abbildet.

  • Teilnahme und Abschlussquote: Wie viel Prozent der zugewiesenen Mitarbeitenden haben fristgerecht abgeschlossen, aufgeschlüsselt nach Standort und Abteilung?
  • Testergebnisse: Welche Fragen werden häufig falsch beantwortet? Daraus lässt sich ablesen, wo Inhalte nachgeschärft oder Prozesse erklärt werden müssen.
  • Verhaltensindikatoren: Im IT-Sicherheitsbereich etwa die Zahl gemeldeter verdächtiger E-Mails, im Hinweisgebersystem die Qualität eingehender Meldungen.
  • Nachweisfähigkeit: Wie schnell können Sie bei einer Prüfung oder Anfrage belegen, wer wann geschult wurde?

Für die wirtschaftliche Betrachtung lohnt ein einfacher Vergleich: Auf der einen Seite stehen Trainerhonorare, Reisekosten, Raummieten und die Arbeitszeit aller Teilnehmenden für Präsenztermine, die jedes Jahr wiederkehren. Auf der anderen Seite stehen die einmalige Entwicklung digitaler Inhalte, Plattform- und Servicegebühren sowie deutlich kürzere Lernzeiten. Je mehr Mitarbeitende und Standorte, desto stärker fällt die Rechnung zugunsten digitaler Schulungen aus, weil ein einmal entwickelter Kurs beliebig oft ausgespielt werden kann. Hinzu kommt der schwer bezifferbare, aber reale Nutzen einer geringeren Haftungsgefahr durch dokumentierte Schulungen.

Unsere Sicht: Compliance-Schulungen müssen verstanden werden, nicht nur absolviert

In über 2.000 Projekten haben wir eines immer wieder gesehen: Compliance scheitert selten an fehlender Software, sondern an Inhalten, die niemanden erreichen. Eine Schulung, die nur abgehakt wird, erzeugt einen Nachweis, aber kein sicheres Verhalten. Genau das ist im Ernstfall zu wenig.

Deshalb beginnen wir jedes Projekt mit der Frage, welche Situationen Mitarbeitende in ihrem Arbeitsalltag tatsächlich erleben. Daraus entwickeln wir Szenarien, Erklärfilme und interaktive Übungen, die zur Sprache, zu den Prozessen und zum Erscheinungsbild des Unternehmens passen. Didaktik, Storytelling, Design und Softwareentwicklung arbeiten bei uns in einem Team, damit Inhalt und Plattform von Anfang an zusammenpassen.

Ebenso wichtig ist der Betrieb nach dem Start. Gesetze ändern sich, wie NIS2 gezeigt hat, und KI bringt neue Regeln in den Arbeitsalltag. Mit KI-gestützter Inhaltserstellung aktualisieren wir Kurse effizient, ohne bei der Qualität Abstriche zu machen. Unser Anspruch ist messbarer Lernerfolg, der regulatorische Anforderungen erfüllt und sich einfach in bestehende Prozesse integrieren lässt.

Sebastian Burmester

Compliance-Schulungen mit Thinkmedia umsetzen

Thinkmedia begleitet Unternehmen, Behörden und Organisationen von der ersten Idee über Konzeption und Produktion bis zu Hosting und Betrieb. Ob fertige Kurse aus der Online Akademie, individuell entwickelte Compliance-E-Learnings oder eine komplette Unternehmensakademie: Sie erhalten einen zentralen Ansprechpartner, automatische Zertifikate, Reporting und eine Lösung, die mit Ihrer Organisation wächst.

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Häufige Fragen

Sind Compliance-Schulungen für alle Unternehmen Pflicht?

Eine allgemeine Pflicht für jedes Unternehmen gibt es nicht. Viele Einzelgesetze verlangen jedoch Schulungen, etwa das BSIG für Geschäftsleitungen NIS2-pflichtiger Einrichtungen oder das Geldwäschegesetz für seine Verpflichteten. Unabhängig davon gelten dokumentierte Schulungen als zentraler Baustein eines wirksamen Compliance-Management-Systems.

Wie oft sollten Compliance-Schulungen wiederholt werden?

Das hängt vom Thema ab. Das GwG verlangt eine laufende Unterrichtung, das BSIG regelmäßige Schulungen der Geschäftsleitung. In der Praxis haben sich jährliche Wiederholungen für Kernthemen bewährt, ergänzt um kurze Updates, sobald sich Gesetze oder interne Richtlinien ändern.

Kann ich Compliance-Kurse in meine bestehende Lernplattform einbinden?

In den meisten Fällen ja, sofern Ihr LMS Standards wie SCORM unterstützt. Thinkmedia entwickelt Inhalte so, dass sie sich in bestehende Prozesse integrieren lassen, und bietet bei Bedarf auch eine eigene Lernplattform mit Hosting und Betrieb an.

Was kosten Compliance-Schulungen für Unternehmen?

Die Preismodelle unterscheiden sich stark: Katalogkurse werden oft pro Person abgerechnet, LMS-Abos wie reteach starten bei 199 € im Monat, individuelle E-Learnings werden nach Umfang kalkuliert. Thinkmedia erstellt ein individuelles Angebot, das sich nach Anzahl der Kurse, Anpassungen und gewünschter Plattform richtet.

Quellen

Empfehlungen