Die besten Agenturen für Corporate Learning 2026 im Vergleich

Agenturen für Corporate Learning in Deutschland im Vergleich: Schwerpunkte, Stärken, Grenzen und Kriterien für die richtige Wahl Ihrer Lernagentur.

Inhaltsübersicht

Wer in Deutschland eine Agentur für Corporate Learning sucht, wählt zwischen sehr unterschiedlichen Anbietern: Full-Service-Agenturen, die E-Learnings, Erklärfilme und Lernplattformen aus einer Hand liefern, Technologieanbietern mit eigener Plattform, Spezialisten für Pflichtunterweisungen oder Security Awareness und klassischen Weiterbildungsakademien. Dieser Vergleich stellt die relevanten Agenturen für betriebliche Weiterbildung und Instructional Design vor, zeigt ihre Schwerpunkte und erklärt, an welchen Kriterien Personalentwicklung, Geschäftsführung und IT-Sicherheit die passende Wahl festmachen.

Thinkmedia
Corporate Learning aus einer Hand
Thinkmedia entwickelt E-Learnings, Erklärfilme und Lernplattformen und begleitet Unternehmen von der Konzeption bis zum Betrieb.

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Kurz gesagt

  • Die eine beste Agentur gibt es nicht. Entscheidend ist, ob Sie individuelle Inhalte, Standardkurse, eine Lernplattform oder alles zusammen benötigen.
  • Full-Service-Anbieter wie Thinkmedia decken Konzeption, Didaktik, Produktion, Plattform und Betrieb ab und reduzieren so die Zahl der Schnittstellen.
  • Spezialisten wie WEKA (Unterweisungen) oder SoSafe (Security Awareness) sind stark in ihrem Feld, ersetzen aber keine unternehmensweite Lernstrategie.
  • Prüfen Sie vor der Vergabe Referenzen, Nachweis- und Reporting-Funktionen, Mehrsprachigkeit, Datenschutz und die Kosten für Aktualisierungen über mehrere Jahre.
  • Ein Pilotmodul mit echten Mitarbeitenden zeigt schneller als jede Präsentation, ob Didaktik und Zusammenarbeit passen.

Inhaltsverzeichnis

Was eine Agentur für Corporate Learning leisten sollte

Corporate Learning umfasst alles, womit ein Unternehmen das Wissen seiner Mitarbeitenden systematisch aufbaut: Onboarding, Pflichtschulungen, Produkt- und Vertriebstrainings, Führungskräfteentwicklung, IT-Sicherheit und zunehmend KI-Kompetenz. Eine Agentur in diesem Feld übersetzt fachliche Inhalte in Lernformate, die im Arbeitsalltag funktionieren. Das ist der Kern von Instructional Design: Lernziele definieren, Inhalte strukturieren, passende Formate wählen und den Lernerfolg messbar machen.

In der Praxis lassen sich vier Anbietertypen unterscheiden:

  1. Full-Service-Agenturen entwickeln individuelle E-Learnings, Erklärfilme und Lernplattformen und übernehmen auf Wunsch Hosting und Betrieb.
  2. Technologieanbieter kommen aus der Plattformentwicklung (LMS, LXP) und ergänzen ihr System um Content-Produktion und Beratung.
  3. Content-Spezialisten bieten sofort einsetzbare Standardkurse, etwa für Arbeitsschutz, Datenschutz oder Security Awareness.
  4. Weiterbildungsakademien organisieren Seminare, Live-Online-Trainings und offene Programme, häufig mit Trainerinnen und Trainern statt digitaler Eigenproduktion.

Für live durchgeführte Formate setzen viele Unternehmen zusätzlich Webinar-Software ein. Anbieter wie edudip mit Funktionen für Branding, Anmeldungen und Teilnehmerverwaltung decken dabei die Durchführung ab, nicht aber die didaktische Konzeption der Inhalte. Genau hier liegt der Unterschied zwischen einem Werkzeug und einer Agentur für Instructional Design. Wer nach Agenturen für Weiterbildung sucht, sollte deshalb zuerst klären, ob er Trainer und Seminare einkaufen oder eigene digitale Lerninhalte entwickeln lassen möchte. Beides hat seinen Platz, die Anbieter dafür sind jedoch selten dieselben.

Der Markt selbst ist kleinteiliger, als viele Entscheider vermuten. Laut E-Learning-Ranking von iBusiness setzten die 29 größten E-Learning-Dienstleister Deutschlands im Geschäftsjahr 2018 zusammen 206,6 Millionen Euro um und beschäftigten rund 1.250 Mitarbeitende. Viele Anbieter sind also mittelständisch aufgestellt, was bei der Auswahl für die Frage nach Kapazität und langfristiger Betreuung relevant ist.

Die Anbieter im Überblick

Die folgende Tabelle ordnet die bekanntesten Agenturen und Anbieter für Corporate Learning in Deutschland nach ihrem Schwerpunkt ein. Die Angaben zu Gründung und Sitz der etablierten Anbieter stammen aus dem mmb-Branchenmonitor „E-Learning-Wirtschaft“ 2018.

Anbieter Anbietertyp Schwerpunkt Individuelle Inhalte Eigene Lernplattform Pflichtschulungen
Thinkmedia Full-Service-Agentur E-Learning, Erklärfilme, LMS, Unternehmensakademien Ja Ja Ja, inkl. Online Akademie
imc (heute Scheer IMC), Saarbrücken Technologieanbieter mit Content-Produktion Lernplattform und Lerninhalte für große Organisationen Ja Ja Ja
tts GmbH, Heidelberg Beratung und Produktion Performance Support, IT- und SAP-Schulungen Ja Eigene Autoren- und Performance-Support-Software Teilweise
Know How! AG, Leinfelden-Echterdingen Content-Produktion Blended Learning, Mehrsprachigkeit Ja Nein, Fokus auf Inhalte Teilweise
WEKA, Kissing bei Augsburg Content-Spezialist Standardkurse Arbeitsschutz, Datenschutz, Compliance Eingeschränkt Ja Ja, Kernfeld
SoSafe Security-Awareness-Spezialist Phishing-Simulationen, Microlearning zur IT-Sicherheit Eingeschränkt Ja, eigene Awareness-Plattform Nur IT-Sicherheit
Haufe Akademie Weiterbildungsakademie Seminare, Führung, Inhouse-Programme Ja, als Training Ja Teilweise
Uhlberg Advisory, Stuttgart Beratung und Produktion Lernstrategie, LMS-Auswahl, Managed Training Ja Nein, LMS-Beratung Teilweise
Mercuri International Trainingsanbieter Vertriebstraining, Blended Learning Ja, als Training Digital Learning Center Nein

Die Agenturen im Einzelnen

Thinkmedia: Komplettlösung von der Konzeption bis zum Betrieb

Thinkmedia entwickelt seit über 20 Jahren digitale Lernlösungen für Unternehmen, Behörden, Hochschulen und öffentliche Einrichtungen. Mehr als 900 Kunden haben mit uns über 2.000 Projekte umgesetzt, vom mittelständischen Industriebetrieb bis zum internationalen Konzern. Das Team vereint Didaktik, Storytelling, Design, Filmproduktion, Animation und Softwareentwicklung unter einem Dach.

Daraus ergibt sich das Leistungsspektrum: individuelle E-Learnings für Unternehmen, Erklärfilme und Videoproduktion, eigene Lernplattformen (LMS) sowie komplette Unternehmensakademien. Für wiederkehrende Pflichtthemen steht die Online Akademie mit Kursen zu Datenschutz (DSGVO), IT-Sicherheit, Arbeitsschutz, Compliance, KI-Compliance, ESG und Nachhaltigkeit, Onboarding sowie Produkt- und Vertriebsschulung bereit. Zertifikate, Reporting und zentrale Verwaltung gehören zur Lösung, ebenso die Anpassung an Unternehmensvorgaben.

Ein Unterschied zu vielen Wettbewerbern liegt im Einsatz moderner KI-Technologien: Sie beschleunigen die Entwicklung und machen Aktualisierungen effizient, was bei Themen wie IT-Sicherheit oder regulatorischen Änderungen den laufenden Aufwand deutlich senkt. Abgerechnet wird projektbasiert nach Umfang, also nach Zahl der Kurse, Plattform und Anpassungen, ergänzt um optionale Service- und Hostinggebühren.

Für Pflichtthemen mit Dokumentationspflicht bieten wir digitale Unterweisungen und Pflichtschulungen an, die Teilnahme, Wissenschecks und Zertifikate automatisch erfassen. Wo komplexe Abläufe, Maschinen oder Produkte erklärt werden müssen, ergänzt die hauseigene Videoproduktion mit Erklärvideos und 3D-Animation die interaktiven Module. So entsteht ein Lernangebot, das Fachabteilungen, Personalentwicklung und IT-Sicherheit gleichermaßen nutzen, statt nebeneinander eigene Insellösungen aufzubauen.

Geeignet für: Unternehmen, die Wissen standortübergreifend standardisieren wollen und einen zentralen Ansprechpartner für Inhalte, Plattform und Betrieb suchen.

Thinkmedia: Komplettlösung von der Konzeption bis zum Betrieb — overview diagram

imc (Scheer IMC): Plattform und Content für große Organisationen

Die imc wurde laut mmb-Branchenmonitor 1996 in Saarbrücken gegründet und positioniert sich als Full-Service-Anbieter, der Lerntechnologie, E-Learning-Content und Trainingsstrategie verbindet. Der Schwerpunkt liegt auf der eigenen Lernplattform, um die herum Inhalte und Beratung angeboten werden. Das passt gut zu Konzernen, die ein umfangreiches Lernökosystem mit vielen Integrationen aufbauen wollen.

Geeignet für: Großunternehmen, die zuerst eine Plattformentscheidung treffen und Content-Produktion beim selben Anbieter bündeln möchten. Wer vor allem didaktisch starke Einzelinhalte braucht, sollte prüfen, wie viel Gewicht die Produktion im Vergleich zur Technologie hat.

tts GmbH: Performance Support im IT- und SAP-Umfeld

Die tts aus Heidelberg, gegründet 1998, führt der mmb-Branchenmonitor im Geschäftsfeld Beratung. Bekannt ist sie für ihre tt performance suite, eine Autoren- und Performance-Support-Software, sowie für E-Learning-Produktion, insbesondere rund um Softwareeinführungen und SAP-Prozesse.

Geeignet für: Unternehmen, die große Softwareeinführungen begleiten und Lernen direkt in den Arbeitsprozess einbetten wollen. Für Pflichtschulungen, Imagefilme oder Onboarding-Programme ist der Fokus enger.

Know How! AG: Blended Learning und Mehrsprachigkeit

Die Know How! AG aus Leinfelden-Echterdingen ist seit 1992 am Markt und nennt im mmb-Branchenmonitor Blended Learning aus einer Hand und Mehrsprachigkeit als Alleinstellungsmerkmale. Der Schwerpunkt liegt auf der Erstellung individueller Inhalte, häufig für international aufgestellte Industrieunternehmen.

Geeignet für: Unternehmen mit vielen Sprachversionen und einem bereits vorhandenen LMS, in das die Inhalte eingespielt werden.

WEKA: Standardkurse für Unterweisungen

Die WEKA LEARNING GROUP mit Sitz in Kissing bei Augsburg arbeitet laut mmb-Branchenmonitor vor allem mit sofort einsetzbaren Standardkursen, mit Spezialgebieten in Arbeitssicherheit, Datenschutz, Compliance und Datensicherheit. Das Modell ist auf schnelle Einführung ausgelegt: Kurs auswählen, Nutzer anlegen, Teilnahme dokumentieren.

Geeignet für: Organisationen, die vor allem jährliche Pflichtunterweisungen abdecken möchten. Grenzen zeigen sich, wenn betriebsspezifische Gefährdungen, eigene Prozesse oder die Unternehmenssprache abgebildet werden sollen.

SoSafe: Security Awareness mit Phishing-Simulationen

SoSafe hat sich auf Security Awareness spezialisiert. Das Angebot kombiniert Microlearning-Einheiten mit simulierten Phishing-Mails, deren Ergebnisse in Auswertungen zu Klick- und Melderaten einfließen. Für IT-Sicherheitsbeauftragte, die Anforderungen aus NIS2 oder ISO 27001 belegen müssen, ist das ein naheliegender Baustein.

Geeignet für: Unternehmen, die ein eigenständiges Awareness-Programm suchen. Andere Lernthemen wie Arbeitsschutz, Onboarding oder Produktwissen deckt der Anbieter nicht ab, sodass für Corporate Learning insgesamt ein weiterer Partner nötig bleibt.

Haufe Akademie: Weiterbildung mit Trainingsfokus

Die Haufe Akademie ist einer der bekanntesten Weiterbildungsanbieter im deutschsprachigen Raum. Ihr Schwerpunkt liegt auf Seminaren, Qualifizierungsprogrammen und Inhouse-Trainings, etwa zu Führung, Kommunikation und Fachthemen, ergänzt um digitale Lernangebote.

Geeignet für: Unternehmen, die Personalentwicklung über offene Programme und Trainer organisieren möchten. Wer eigene digitale Inhalte mit Unternehmensbezug produzieren lassen will, braucht ergänzend eine Produktionsagentur.

Uhlberg Advisory: Lernstrategie und LMS-Beratung

Die Stuttgarter Beratung verbindet die Entwicklung von Lernstrategien mit der Auswahl von Lernplattformen und der Produktion von Online-Schulungen. Ein Merkmal ist das Angebot, Verwaltungsaufgaben einer Unternehmensakademie als Managed Training zu übernehmen.

Geeignet für: Unternehmen, die vor der Plattformwahl stehen und dafür externe Beratung suchen.

Mercuri International: Digitales Vertriebstraining

Mercuri International ist auf Vertriebstraining spezialisiert und bietet mit dem Digital Learning Center Blended-Learning-Konzepte und virtuelle Trainings für Vertriebsteams.

Geeignet für: Vertriebsorganisationen, die ein methodisch geführtes Verkaufstraining suchen. Für andere Lernbereiche ist das Angebot nicht ausgelegt.

Corporate Learning aus einer Hand mit Thinkmedia

Wenn Sie Pflichtschulungen, Onboarding und Fachthemen nicht über drei oder vier Dienstleister verteilen möchten, bietet Thinkmedia den gesamten Weg: Beratung, Konzeption, Produktion von E-Learnings und Erklärfilmen, Lernplattform, Hosting und laufende Aktualisierung. Mit der Online Akademie für Pflicht- und Fachthemen starten Sie sofort mit fertigen Kursen und passen diese an Ihr Unternehmen an.

Thinkmedia

Für individuelle Projekte erstellen wir ein Angebot nach Umfang. Ein erstes Gespräch klärt Zielgruppen, Themen, Sprachen und vorhandene Systeme, damit Sie eine belastbare Grundlage für Ihre Entscheidung erhalten.

Welcher Anbietertyp zu welcher Ausgangslage passt

Die Wahl der Agentur hängt weniger vom Ranking als von Ihrer Ausgangslage ab. Drei typische Situationen zeigen, worauf es jeweils ankommt.

Unternehmensgruppe mit mehreren Standorten

Eine Geschäftsführung, die Wissen über 2.000 oder 3.000 Mitarbeitende an verschiedenen Standorten standardisieren will, kämpft meist mit hohen Kosten für Präsenzschulungen, unterschiedlicher Schulungsqualität und langen Einarbeitungszeiten. Hier zählt Skalierbarkeit: eine zentrale Lernplattform, einheitliche Inhalte, die an Standortbesonderheiten angepasst werden können, und ein Ansprechpartner, der Strategie und Umsetzung verantwortet. Ein Full-Service-Anbieter ist in dieser Lage meist die wirtschaftlichste Lösung, weil Abstimmungen zwischen mehreren Dienstleistern entfallen. Für den ROI lohnt der Vergleich mit dem Status quo: Reisekosten, Ausfallzeiten und Trainerhonorare der Präsenzschulungen gegenüber Produktion, Lizenz und Betrieb der digitalen Lösung.

Mittelständisches Industrieunternehmen

Eine Personalentwicklung mit 1.000 bis 1.500 Mitarbeitenden braucht vor allem Entlastung. Pflichtschulungen sollen effizient organisiert, neue Mitarbeitende schneller eingearbeitet und Nachweise auf Knopfdruck verfügbar sein. Sinnvoll ist eine Kombination aus Standardkursen für wiederkehrende Unterweisungen und individuell produzierten Modulen für Onboarding, Maschinen und betriebliche Abläufe. Achten Sie darauf, dass beide Welten in einer Plattform zusammenlaufen, damit Zertifikate und Auswertungen nicht in getrennten Systemen liegen. Hilfreich ist dabei unsere Anleitung zur digitalen Mitarbeiterschulung.

Internationaler Dienstleister mit Fokus IT-Sicherheit

Für IT-Sicherheitsbeauftragte steht das Verhalten der Mitarbeitenden im Mittelpunkt: Phishing erkennen, Vorfälle melden, sicher mit Daten umgehen. Gefragt sind praxisnahe Inhalte, mehrsprachige Versionen, regelmäßige Updates und Auswertungen, mit denen sich Anforderungen aus NIS2 und ISO 27001 belegen lassen. Reine Awareness-Spezialisten liefern hier schnelle Ergebnisse, decken aber nur einen Ausschnitt ab. Wer IT-Sicherheit, Datenschutz und Informationssicherheit gemeinsam schulen möchte, findet bei unseren Unterweisungen zu Datenschutz und IT-Sicherheit einen integrierten Ansatz.

Woran Sie die richtige Agentur erkennen

Ob eine Agentur zu Ihrem Unternehmen passt, zeigt sich weniger in der Präsentation als in konkreten Antworten auf die folgenden Fragen. Bewährt hat sich, zwei bis drei Anbieter mit demselben Briefing und einem kleinen Beispielthema anzufragen. So vergleichen Sie nicht nur Preise, sondern auch Herangehensweise, Rückfragen und das Verständnis für Ihre Zielgruppe.

  1. Didaktische Kompetenz: Lassen Sie sich zeigen, wie die Agentur Lernziele formuliert und Inhalte in Szenarien, Entscheidungsaufgaben und Wissenschecks übersetzt. Gute Instructional Designer fragen zuerst nach dem gewünschten Verhalten am Arbeitsplatz, nicht nach der Folienzahl.
  2. Referenzen in Ihrer Größenordnung: Ein Projekt für 50 Nutzer ist etwas anderes als ein Rollout an 2.800 Mitarbeitende an mehreren Standorten. Fragen Sie nach Referenzen aus vergleichbaren Branchen und Unternehmensgrößen.
  3. Nachweise und Reporting: Für Pflichtschulungen brauchen Sie dokumentierte Teilnahme, automatische Zertifikate und Auswertungen nach Standort, Abteilung oder Thema. Klären Sie, welche Berichte ohne Zusatzaufwand verfügbar sind.
  4. Technische Integration: Prüfen Sie, ob Kurse als SCORM- oder xAPI-Pakete in Ihr bestehendes LMS passen, ob Single Sign-on möglich ist und wie Nutzerdaten aus dem HR-System übernommen werden.
  5. Datenschutz und Hosting: Fragen Sie nach dem Serverstandort, dem Vertrag zur Auftragsverarbeitung und dem Umgang mit Lerndaten. Bei Phishing-Simulationen gehört außerdem der Betriebsrat frühzeitig an den Tisch.
  6. Mehrsprachigkeit: Internationale Teams brauchen mehr als übersetzte Texte: Sprecher, Untertitel, kulturell passende Beispiele und eine Plattform, die Sprachversionen sauber verwaltet.
  7. Aktualisierung und Wirtschaftlichkeit: Rechnen Sie über drei bis fünf Jahre. Gesetze, Bedrohungslagen und Produkte ändern sich, und die Kosten für Updates entscheiden oft stärker über den ROI als der Erstpreis.

Einen strukturierten Überblick über Ihre Pflichtthemen bietet unsere Übersicht zu Pflichtschulungen, Gesetzen und Fristen. Wer vor der Plattformfrage steht, findet im Vergleich der besten Lernplattformen eine Entscheidungsgrundlage.

So läuft ein Corporate-Learning-Projekt ab

Unabhängig vom Anbieter folgen professionelle Projekte einem ähnlichen Ablauf. Wenn eine Agentur einzelne Schritte auslässt, sollten Sie nachfragen.

  1. Analyse: Zielgruppen, Lernziele, vorhandenes Material, Systeme und regulatorische Anforderungen werden erfasst.
  2. Konzeption: Die Agentur entwickelt ein didaktisches Konzept mit Formaten, Lernpfaden und Erfolgskriterien, häufig ergänzt um ein Drehbuch oder Storyboard.
  3. Prototyp: Ein erstes Modul wird mit echten Mitarbeitenden getestet. Hier zeigt sich, ob Sprache, Länge und Interaktion stimmen.
  4. Produktion: Texte, Grafiken, Videos, Animationen und Interaktionen entstehen, Fachabteilungen geben in definierten Schleifen frei.
  5. Rollout: Integration in die Lernplattform, Zuweisung an Zielgruppen, Kommunikation an die Belegschaft.
  6. Betrieb und Optimierung: Auswertungen zeigen, wo Lernende abbrechen oder Fragen häufig falsch beantworten. Inhalte werden gezielt nachgeschärft und regelmäßig aktualisiert.

Für Personalverantwortliche ist besonders Schritt sechs entscheidend: Erst der laufende Betrieb macht aus einer einmaligen Produktion ein Lernsystem, das sich rechnet. Bei der E-Learning-Beratung klären wir diese Fragen vor dem ersten Produktionsschritt.

Unsere Perspektive: Corporate Learning ist ein Betriebsmodell, kein Einzelprojekt

In über 2.000 Projekten haben wir eine Erfahrung immer wieder gemacht: Der Erfolg von Corporate Learning entscheidet sich selten an einem einzelnen Kurs. Er entscheidet sich daran, ob Inhalte, Plattform und Organisation zusammenpassen. Viele Unternehmen beginnen mit einer Pflichtschulung bei Anbieter A, kaufen ein Awareness-Paket bei Anbieter B und betreiben ein LMS von Anbieter C. Nach zwei Jahren gibt es drei Reportings, drei Verträge und keine einheitliche Sicht auf den Wissensstand der Belegschaft.

Drei getrennte Lernanbieter versus integriertes Modell

Deshalb denken wir Corporate Learning vom Betrieb her. Wir fragen, wer die Inhalte in zwei Jahren aktualisiert, wie neue Mitarbeitende am ersten Tag ihren Lernpfad erhalten und welche Kennzahlen die Geschäftsführung tatsächlich sehen möchte. Daraus ergibt sich, welche Kurse individuell produziert werden und wo ein Standardkurs aus der Online Akademie genügt.

KI verändert dabei vor allem die Geschwindigkeit. Wir setzen sie ein, um Inhalte schneller zu entwickeln und effizient zu aktualisieren, die didaktische Verantwortung bleibt aber beim Menschen. Gute Schulungen werden verstanden, motivieren und bleiben im Gedächtnis. Daran messen wir unsere Arbeit, und daran sollten Sie jede Agentur messen, auch uns.

— Sebastian Burmester

Häufige Fragen

Was kostet eine Agentur für Corporate Learning?

Die meisten Agenturen kalkulieren individuelle Projekte nach Umfang: Zahl und Länge der Kurse, Anteil von Video und Animation, Sprachversionen und Plattformleistungen. Bei Thinkmedia erhalten Sie ein Angebot auf Basis Ihres Projektumfangs, optional ergänzt um laufende Service- und Hostinggebühren. Standardkurse sind in der Regel günstiger als Eigenproduktionen, bilden aber Ihre Prozesse nicht ab.

Was ist der Unterschied zwischen Instructional Design und E-Learning-Produktion?

Instructional Design ist die didaktische Planung: Lernziele, Struktur, Formate und Erfolgsmessung. Die Produktion setzt dieses Konzept technisch und gestalterisch um. Eine gute Agentur beherrscht beides und trennt die Schritte im Projekt sichtbar.

Brauchen wir eine eigene Lernplattform?

Wenn Sie bereits ein LMS betreiben, lassen sich Kurse als SCORM-Paket einbinden. Fehlt eine Plattform oder genügt sie nicht mehr für Nachweise und Auswertungen, lohnt sich ein Vergleich. Eine Agentur, die Inhalte und Plattform liefert, vermeidet Schnittstellenprobleme beim Reporting.

Wie lange dauert die Entwicklung eines E-Learnings?

Das hängt von Umfang, Medienanteil und Freigabeschleifen ab. Ein angepasster Standardkurs ist deutlich schneller einsatzbereit als eine komplette Unternehmensakademie. Planen Sie Zeit für Fachfreigaben und einen Test mit Mitarbeitenden fest ein.

Wie messen wir den Erfolg einer Schulung?

Abschlussquoten allein sagen wenig. Aussagekräftiger sind Ergebnisse in Wissenschecks, wiederholt falsch beantwortete Fragen, die Dauer bis zur Einsatzfähigkeit neuer Mitarbeitender und, bei IT-Sicherheit, die Entwicklung von Meldequoten. Legen Sie diese Kennzahlen vor Projektstart gemeinsam mit der Agentur fest.

Quellen

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